Bauherr Reiner Calmund
Wer ist der größte massa-haus-Fan aller Zeiten?


Am liebsten würde Reiner Calmund eine Metalltafel neben der Eingangstür seines neuen massa-Hauses anschrauben. Wie der Produzent amerikanischer Blockbuster in den Endlosabspännen würde er alle, wirklich alle Namen derer eingravieren lassen, die irgendwie zum Gelingen dieses Baus beigetragen haben. In alphabetischer Reihenfolge. Architekten, Badplaner, Baggerfahrer, Dachsteinhersteller, Elektriker, Fensterproduzenten, freiwillige Ausbauhelfer wie seine Söhne, Holzlieferanten, Installateure, Kranfahrer, Küchenprofis, die Montagekolonne, Putzer, Zimmerleute. Bauherr Calmund: Sie haben allesamt einen guten Job gemacht. Ab auf den roten Teppich zu den Oscars!

Reiner Calmund ist 67 Jahre alt. 66 davon hat er als Teamplayer verbracht. Das ist ihm Grundbedürfnis und elementarer Charakterzug in einem. Ein Urelement des Erfolgs sowieso. Es muss auch Solisten geben, herausragende Einzelkönner. Die sind wichtig. Aber selbst die brauchen ein Team an ihrer Seite, um zu wirklich großer Form auflaufen zu können. 

Hat jemals irgendeiner ganz alleine die Tore geschossen? – Siehste!

„Fußballbekloppt“. Der Titel seines autobiografischen Buchs beschreibt trefflich, wie Reiner Calmund sich sieht. Und wie er wahrgenommen werden will: positiv bekloppt! Seiner sehr bewusst, bis zur Selbstironie. Mit Faible zum deftigen Formulieren. Und mit der Gabe, seine Verletzbarkeit bei Bedarf auch hinter rheinischem Frohsinn tarnen zu können.

Viele mögen ihn, weil seine Bodenhaftung  nicht geschauspielert ist. Weil er sich niemals anbiedert. Weil er sich andererseits aber auch für fast nichts zu schade ist. Sich von Stefan Raab in eine Stahlschüssel locken zu lassen, um bei einer „Wok-WM“ die Bob-Eisrinne runterzudonnern, kann man nur als (nicht mal unsympathische) Neigung deuten, sich ab und zu auch mal lustvoll öffentlich zum Affen zu machen. 

Ernsthaften Spaß kann er auch: Trainiert vom Extremsportler Joey Kelly, nimmt der 163-Kilo-Mann schwitzend vor aller TV- Augen 30 kg ab und läuft den ersten Halbmarathon seines Lebens in 3:56:07 Stunden.

Finde den günstigsten Flug! Reiner Calmund kennt die Weiden, auf denen das Geld sprießt. Manche  beneiden, andere bewundern ihn für solche Talente. Er beschreibt seine Erfolgsformel lieber als „heilige Dreifaltigkeit“: Kompetenz, Leidenschaft, Siegeswille. „Du kannst es auch Bildung, Fleiß und Liebe nennen.“ Seine Mutter bevorzugte letztere Reihung. Eine einfache Frau mit Grundsätzen; „rau, aber herzlich“. Die früh in die Bäckerei arbeiten ging und nachmittags eine zweite Schicht als Putzfrau dranhängte. Damit der Junge auf ordentliche Schulen kam, Groß- und Außenhandelskaufmann lernen, schließlich Betriebswirtschaft studieren konnte. 

Sie hat noch miterlebt, wie ihr Sohn die ersten Sprossen auf der großen Leiter des Ruhms nahm: vom Jugendleiter und Stadionsprecher zum Manager der Profifußball-Abteilung, schließlich zum Geschäftsführer der Bayer 04-Fußball GmbH. 

In der Calmund-Ära ging der Stern des Vereins am Fußballhimmel der Erstklassigkeit auf. 1988 UEFA-Cup-Gewinner. 1993 DFB- Pokal-Sieger. Viermal deutscher Vizemeister, einmal Champions-League-Finale. Der Name Calmund wird ein Label. Für Sieger.

Reiner Calmunds erste Erfahrung als Bauherr stammt aus dieser Zeit. Unter seiner Federführung erhielt das alte Haberland-Stadion in Leverkusen seine Jungbrunnenkur: Vollü berdachung, Erweiterung auf 22.500 Sitzplätze. Clever: mit in den Stadionbau integriertem Hotel und McDonald‘s- Fanfiliale. Solche Finessen hatte damals kein anderer Spielort.

Auch die Entwurfsplanung aus der Nutzerperspektive war neu: Welche Funktionen der Räume wollen die Spieler? Was finden Betreuer optimal? Was die medizinische Abteilung? Physio? Reinigungs- und Servicepersonal? 

Seine erste Hausbewohn-Erfahrung wird im Film „Das Wunder von Bern“ detailtreu beschrieben. 1954 ist er 6 Jahre alt. Und lebt in einem von seinen Eltern hochgezogenen schmalen Reihenhaus in einer Bergarbeitersiedlung von Rheinbraun. Freitags wird gebadet. In einer Zinkwanne in der mit den Nachbarn geteilten Waschküche übern Hof. Nachdem das erste Elternhaus den Kohlebaggern weichen musste, konnten sie sich von der Entschädigung das zweite leisten, eine Nummer größer. Mit 700 m2 Garten! Und Untermietern im Obergeschoss. Wissen Sie, woher damals die ersten Gastarbeiter kamen? Aus dem Bayerischen Wald …! Seine Jahre in den schicken Vorstandsvillen von Bayer Leverkusen lassen wir hier mal außen vor.

Dann trifft Reiner Calmund seine Sylvia. „Dreimal 6 Richtige“ im Lebens-Lotto. Für sie und mit ihr baut er 2003 ein Haus im Bergischen Land. Konventionell Stein auf Stein, nichts Aufregendes. Inzwischen gut vermietet. Denn: 2013 tritt Töchterchen Nicha in ihr Leben. Das ändert alles. Die kleine Prinzessin verdrängt König Fußball vom Calli-Thron. Ihretwegen zieht die Familie nach Saarlouis. Wo nicht jeden Tag zehn Besucher klingeln. Die Saarländer sind liebe Nachbarn. Und diskrete.

Eine gute Mietwohnung kostet auch in Saarlouis inzwischen 10 €/m2; 1.700 € im Monat; 20.500 im Jahr. 

Hallo?! Ein neues Haus ist da selbst bei 400.000 oder 500.000 € Baukosten auf  20 Jahre gerechnet eine erstklassige Alternative! Auf dem Lücken-Grundstück, das Sylvia und er sich ausgeguckt haben, erst recht. Makler nennen so etwas eine „gehobene“ Lage. Mit guten Perspektiven.

Reiner Calmund weiß – nach zwei früheren Ehen mit fünf Kindern und drei Enkeln: Diesmal spielt er im Finale. Mit 66 Jahren steht er sehr wahrscheinlich zum letzen Mal am Elfmeterpunkt. Er muss ihn unbedingt reinmachen …!

Der Ehemann, Vater, Familienmensch Calmund einigt sich mit seiner Sylvia bei der Hauswahl auf drei Oberkriterien: Sicherheit, Komfort, Wertbeständigkeit. Reiner Calmund ist der Realist unter den großen Träumern. Der Kaufmann in ihm legt nach: Aber bitte zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis am Markt! Und das heißt was? Auf sein in langen Jahren geknüpftes Calli-Calmund-Netzwerk kann er sich auch diesmal verlassen. Seine Auskenner raten: Wenn ihr was wirklich Gutes wollt, guckt euch Holzfertighäuser an. Energetisch, wohngesund, nachhaltig – das ist die Zukunft. Mit Freiraum für eigene Hausarchitektur.

Wer Sylvia und Reiner Calmund bei ihrer Musterhaus-Sichtung auf die massa-Spur gebracht hat, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Ihre Entscheidung schon: Da ist sie, die Sicherheit. Sie bauen mit dem Besten, dem Marktführer. Die Stadtvilla trifft voll das Calmundsche Geschmackszentrum. Mit 260,63 m2 Familienglücksversprechen. Plus Keller mit Gästewohnung, Fitnessraum, Weinlager.

Das Sparpotenzial beim Ausbau bestätigt familiäre Erfahrungen: Beide seiner Töchter haben sich ihre Häuser selbst ausgebaut. Reiner Calmund gibt ehrlich zu: „Ich bin zu blöd, einen Nagel in die Wand zu hauen.“ Aber als Ausbau-Teamchef traut er sich fast alles zu.

Der massa-Architekt und das Ehepaar Calmund sind auf Anhieb ein Dreamteam. Geht nicht, gibt’s nicht. Volles Wunschprogramm: Von der Garage direkt in den Vorratsraum. Zwischen Küche und Wohnzimmer eine Schiebetür. Wie alle Türen im Erdgeschoss Calli-Extrabreit. Die Dusche neben dem Schlafraum sowie seine Ankleide „Elefantenformat“, wie der Bauherr fröhlich konstatiert.

Er sieht sich schon geradewegs auf den großen Esstisch zugehen, den Mittelpunkt des Hauses. Im Alltag für sechs Leute. Wenn die Familie anrückt, Söhne, Schwiegerkinder, Enkel sind 16 Plätze am Tisch schon fast zu knapp. 

Weihnachten wird erstmals im neuen Haus gefeiert. Das wird ein Fest. 

Der massa-Bauherr Reiner Calmund